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Tipps & Tricks

Genauso wie es Dinge gibt, die deiner Stimme schaden können, kannst du hier die Tipps und Tricks nachlesen, die viele Gesangslehrer ihren Schülern nahe legen und die auch von vielen Sängern beherzigt werden.


Ernährung

In Sachen Ernährung gibt es wohl einige Mythen. Von hart gekochten Eiern, deren Verzehr die Stimmbänder beeinträchtigt bis hin zu Sardinen, die angeblich die Stimme ölen… anatomisch gesehen totaler Quatsch. Wenn die Ernährung die Stimmbänder berührt sollte man eher an einen Notarzt denken als ans Singen, aber generell gilt: wenn du das Gefühl hast, dass etwas deiner Stimme nicht gut tut, dann lass es einfach.

Es stimmt aber, dass zuviel Fruchtsaft aufgrund des hohen Säuregehaltes die Schleimhäute angreifen kann. Auch reine Milch ist nicht zu empfehlen. Zumindest nicht direkt vor dem Singen. Sie legt einen Film auf die Mundschleimhäute und kann so deine Stimme beeinträchtigen.

Vor dem Singen gilt generell:
nicht zu viel essen (Profis essen in der Regel in den drei Stunden vor dem Auftritt nichts mehr) und schwerverdauliche Lebensmittel meiden.


Sport

Singen kann ganz schön anstrengend werden, auch ohne Choreographie oder Rumgehüpfe. Ein wenig Sport wird also nicht schaden, dir die Kondition anzueignen, die du fürs Singen benötigst. Damit geht auch oft ein größeres Lungenvolumen einher. Und ohne Luft geht beim Singen ja nix. Je mehr wir haben, umso besser. Bei der Sportart hast du dabei weitgehend freie Wahl. Laufen, Schwimmen, Fußball… abgeraten wird allein von Sportarten, die mit großer Kraftanstrengung verbunden sind (etwa Bodybuilding) oder Sportarten, die den Körper einseitig belasten.


Wann üben?

An manchen Tagen läuft es besser, an manchen läuft es gar nicht. Im letzteren Fall kann es dann durchaus am besten sein, das Üben einfach sein zu lassen. Generell ist es wichtig, dass du es schaffst, dich vor dem Üben zu entspannen und locker zu werden, und dass du überhaupt Lust hast, zu singen.

Im Verlauf des Tages ist auch deine Stimme unterschiedlich gut drauf. Nach dem Aufstehen ist sie etwas tiefer und manchmal noch krächzig, mittags etwas höher und heller, gegen abend dann oft wieder etwas tiefer und müder. Deiner Tagesform entsprechend kann dein aktueller Eigenton mal etwas höher, mal etwas tiefer sein. Wenn du ihn kurz vor jedem Üben feststellst, kannst du ganz gut einschätzen, wie du stimmlich drauf bist und welche Ansprüche du an dich selbst stellen kannst.


Dein Übungsraum

Nervt es dich auch so, wenn beim Üben ständig die Nachbarn klingeln um sich mit Blumensträußen für deine Darbietungen zu bedanken… na ja, schön wär's. Noch schöner wäre es aber, einen eigenen Übungsraum zur Verfügung zu haben. Denn mal abgesehen von den rechtlichen Bestimmungen, die dir ein Recht auf musikalische Betätigung sichern - so richtig entspannt und locker lässt sich nicht üben, wenn man Zuhörer hat, die sich gestört fühlen oder vor denen man sich nicht traut, richtig loszulegen. Leise gesungene Übungen können sinnvoll sein, die Lautstärke und vor allem auch die höheren Lagen lassen sich so nur schlecht trainieren.

Prüfe also deine Möglichkeiten: finde heraus, wann du allein im Haus bist oder frage bei Vereinen, in der Schule, Jugendhäusern etc. nach der Möglichkeit, ab und zu einen Raum ungestört nutzen zu können.


HNO-Check

Lass dir einmal von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (kurz HNO) dein Stimmorgan durchchecken. So ersparst du dir böse Überraschungen und kannst bei gesanglichen Problemen eine gesundheitliche Ursache ausschließen.