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Übungen - Teil 3Singen hoher TöneWenn du schon deinen Stimmtest gemacht hast, dann weißt du, wie hoch du in etwa kommst und ab welcher Höhe die Töne anfangen zu wackeln oder du sie gar nicht mehr triffst. Das kann an einer mangelnden Zwerchfellstütze und/oder zu wenig Luft liegen: die Luft strömt dann unkontrolliert und ungleichmäßig an deine Stimmbänder. Achte also besonders bei hohen Tönen auf deine Atemtechnik und lass dich nicht von dem Wort "hoch" irritieren. Hohe Töne heißen nicht so, weil sie einen halben Meter über deinem Kopf rumschwirren und du deswegen dein Hals recken und strecken musst, um sie zu treffen. Wie auch beim Singen tiefer Töne, hilft hier ein imaginärer Punkt, den du aus der Mitte deines Körpers "ansingst". Stell dir vor, dass du die Töne zu jemandem hinsingen musst, der in einiger Entfernung von dir steht. Je höher der Ton, desto weiter ist die gedachte Person von dir entfernt. Wenn du dein Kinn dabei in seiner natürlichen Position behältst, arbeiten deine Stimmbänder so viel unverkrampfter und auch der Klang der hohen Töne wird klarer und fester. Voraussetzung dafür ist aber auch, das du deinen Mund mit zunehmender Höhe immer weiter öffnest, um so deiner Stimme den notwendigen Resonanzraum zu geben. Erweiterung des TonumfangesDen Tonumfang zu erweitern bedeutet langes und geduldiges Üben! Was viele aber nicht wissen: hohes und tiefes Singen hängen unmittelbar zusammen. Wer mit seiner Stimme nie in den "Keller" geht, wird auch in der Höhe seinen Tonumfang nicht erweitern können und umgekehrt. Es bringt also eine ganze Menge, seine Lieblingslieder einfach mal eine Oktave tiefer zu trällern! Die verzerrte StimmeEine verzerrte Stimme finden sicher viele von euch cool. Manche können immer so singen, ganz locker, bei anderen taucht dieser Stimmeffekt plötzlich auf und dann ist die Stimme wieder klar und rein. Wenn du so einen brüchigen, "kaputten" Klang gut findest, dann nimm diesen Augenblick ganz konzentriert wahr. Versuche diesen Klang aufrecht zu erhalten. Aber nicht mit Druck oder pressen. Die Ursache für diese brüchigen, "kaputten" Klang liegt in einem unterschiedlichen Schwingungsverhalten deiner beiden Stimmbänder. Mit der Zeit und etwas Übung lässt sich dieser Klang bewusst einsetzen. Aber auch das ist so eine Sache, die du ganz locker angehen musst. IntonationEine gute Intonation bedeutet nichts anderes als den richtigen Ton zu treffen. Wer singt, der intoniert ständig und durchläuft dabei ganz unterbewusst folgenden Prozess: Er stellt sich einen Ton vor, er stellt Stimmlippen, Resonanzräume etc. darauf ein, produziert den Ton, hört ihn und korrigiert ihn gegebenenfalls. Es ist also sinnvoll diesen Prozess aufzugliedern und zu üben. Mit unserem Online-Klavier kannst du z.B. eine Tonfolge erfinden, sie einige Male spielen und dann den ersten Ton erst singen, dann zur Kontrolle spielen, dann den zweiten Ton singen, dann zur Kontrolle spielen usw. Noch einfacher ist es natürlich bei seinen Lieblingsliedern mitzusingen. Auch das übt. Der GesangslehrerMit einem guten Lehrer üben, ist besser als ohne. Da kann es noch so viele Internetseiten und Theoriebücher geben. Der Nachteil ist, dass die Unterrichtsstunden in der Regel gerade für jugendliche Schüler einfach zu teuer sind. Vielleicht kannst du in regelmäßigen Abständen bei einem Lehrer ein oder zwei "Kontrollstunden" nehmen. So bekommst du individuelle Ratschläge von einem Fachmann (Fachfrau geht natürlich auch) und weißt, ob du auf dem richtigen Weg bist. 1 2 3 <- zurück |
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